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Flammgeschütztes Gusspolyamid

Flammgeschütztes LiNNOTAM

LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR 600 und LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR 1200 sind die neuen "Brandschutzexperten" unter den Licharz-Gusspolyamiden: Dank spezieller Additive, gekoppelt mit einem neuen Herstellungsprozess, erfüllen die Gusspolyamide alle Schutzanforderungen der höchsten Gefährdungsstufe HL3 (Hazard Level 3) nach der europäischen Brandschutznorm für Schienenfahrzeuge EN 45545-2.

LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR - Wichtige Merkmale

Ideal für den Schienenverkehr

Die Werkstoffe LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR 600 und LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR 1200 bieten nicht nur verlässlichen Brandschutz, sondern auch alle Vorteile der Licharz-Gusspolyamide: Hervorragende Gleiteigenschaften, eine sehr gute Schlagzähigkeit sowie ihr geringes Gewicht machen die Materialien ideal für den Einsatz in Schienenfahrzeugen. In diesem Bereich werden sie z. B. für Gleitplatten, Gleitschienen, Übergänge, Rollen für Türsysteme und Puffer sowie für Zugeinrichtungen verwendet.

Gesundheitlich unbedenklich

Das neue LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR ist komplett frei von halogenierten und anorganischen Flammschutzmitteln, denn wir verzichten bei der Herstellung bewusst auf marktübliche Substanzen, die gesundheitlich und ökologisch bedenklich sind.

Einsatz in Neu- und Bestandsfahrzeugen

LiNNOTAMHiPERFORMANCE FR 600 erfüllt nicht nur die neue EN 45545-2-Norm, sondern auch die bisher gültige DIN 5510-2 sowie die NFF16101-Norm. Das Gusspolyamid kann daher in allen Neu- und Bestandsfahrzeugen eingesetzt werden.

Brandschutz-Standard ab 2017 Pflicht

Die neue Brandschutz-Norm EN 45545-2 für Schienenfahrzeuge wurde vom internationalen Eisenbahnverband (UIC) und verschiedenen europäischen Staaten entwickelt. Bis vorraussichtlich Ende 2016 werden die nationalen Normen durch die neue Vorschrift abgelöst. Dies bedeutet, dass alle Neufahrzeuge ab 2017 der EN 45545-2 zwingend entsprechen müssen.

Glossar: DSC-Analyse – der effektive Helfer

Die Dynamische Differenzkalorimetrie (DDK oder engl. DSC) ist dank ihrer Vielseitigkeit und der hohen Aussagekraft ihrer Ergebnisse die am häufigsten eingesetzte Methode zur thermischen Analyse. Licharz setzt die DSC seit Jahren etwa zur Qualitätskontrolle unserer LiNNOTAM-Produkte ein, denn ihre hohe Empfindlichkeit macht selbst geringe Veränderungen im Material sehr schnell erkennbar.

Bei der Entwicklung neuer Licharz-Produkte ermöglicht die DSC es uns, angedachte Modifizierungen bzgl. Morphologie, Kristallinität, Glasübergangstemperatur, Schmelzpunkt oder Kettenlänge der Polymere sofort zu identifizieren.

So funktioniert die DSC

1. Aufbau der Messzelle

DSC: Aufbau der Messzelle
DSC: Aufbau der Messzelle

Die DSC-Messzelle besteht aus einem Ofen und einem integrierten Sensor mit entsprechenden Stellflächen für Probe- und Referenztiegel. Die Sensorflächen sind mit Thermoelementen verbunden bzw. sogar selbst Teil der Thermoelemente. Auf diese Weise können sowohl die Temperaturdifferenz zwischen Probe- und Referenzseite (DSC-Signal) als auch die Absolut-Temperatur der Proben- bzw. Referenzseite erfasst werden.

2. Erhitzen der Proben

DSC: Erhitzen der Proben
DSC: Erhitzen der Proben

Aufgrund der Wärmekapazität (cp) der Probe erwärmt sich beim Aufheizen einer DSC-Messzelle die Referenzseite (meist ein leerer Tiegel) in der Regel schneller als die Probenseite. Dies bedeutet, die Referenztemperatur (TR, grün) steigt etwas schneller an als die Probentemperatur (TS, rot). Beide Kurven verhalten sich während des Aufheizens mit konstanter Heizgeschwindigkeit parallel zueinander – bis eine Probenreaktion eintritt.

3. Schmelzvorgang

DSC: Typische Aufnahme einer LiNNOTAM-Probe
DSC: Typische Aufnahme einer LiNNOTAM-Probe

In unserem Beispiel (siehe Abbildung) beginnt die Probe zum Zeitpunkt t1 zu schmelzen. Währenddessen ändert sich die Temperatur in der Probe nicht; die Temperatur der Referenzseite bleibt davon jedoch unbeeinflusst und steigt weiterhin linear an. Nach Beendigung des Schmelzens nimmt auch die Probentemperatur wieder zu und weist ab dem Zeitpunkt t2 erneut eine lineare Steigung auf.

4. Analyse der Probe

Um die spezifischen Materialeigenschaften und die thermische Vorgeschichte einer Probe zu untersuchen, wird die Probe üblicherweise zweimal mit einer definierten Heizrate über den Schmelzpunkt aufgeheizt und einmal abgekühlt. Dabei lassen sich folgende Kennwerte ermitteln:

  • In der 1. Aufheizung wird der Schmelzpunkt (hier: 231,7 °C) ermittelt. Mit der Fläche des Schmelz-Peaks (hier: 91,18 J/g) lässt sich in diesem Beispiel ein Kristallisationsgrad von 48 % ermitteln.
  • Die 2. Aufheizung erlaubt es, die spezifischen Materialkennwerte zu bestimmen und gibt einen Hinweis auf eine eventuelle bi- oder multimodale Kristallitverteilung im Gefüge.
  • Mit der Abkühlung wird die Kristallisationstemperatur bestimmt (hier: 166,2 °C).

In unserem Beispiel lassen sich weitere Kennwerte der vorhandenen materialspezifischen Additive ermitteln, auf die wir hier aber nicht näher eingehen.

"Food Grade" für Gusspolyamide

Food Grade – Strenge Norm für Kunststoffteile

Bei der Herstellung von Lebensmitteln kommen verschiedenste Maschinen zum Einsatz. Aufgrund der besonderen Anforderungen an Sauberkeit und Sicherheit werden auch Bauteile aus Kunststoff in den Anlagen verwendet. So kann bei ihrer Nutzung, im Gegensatz zu Metallteilen, z. B. auf eine Fremdschmierung verzichtet werden. Materialien und Konstruktionsteile, die mit Lebensmitteln in Kontakt kommen, müssen allerdings strenge Normen erfüllen.

Die EU-Verordnung Nr. 10/2011 regelt so beispielsweise, welche Kunststoffe für den Einsatz bei der Lebensmittelherstellung verwendet werden dürfen. Im Detail legt sie einen sogenannten Migrationsgrenzwert fest. Er gibt die Höchstmenge möglicher Schadstoffe an, die unter ungünstigsten Bedingungen aus dem Kunststoff in das Lebensmittel übergehen dürfen. Auch die US-amerikanische FDA (Food and Drug Administration) stellt hohe Anforderungen. Materialien, die den hohen Ansprüchen gerecht werden, erhalten einen "Food Grade".

LiNNOTAM FG – Das starke Gusspolyamid für den Food-Bereich

Ein "Food Grade" ist Grundvoraussetzung für die Nutzung von Kunststoffen im Lebensmittelbereich. Zusätzlich stellen die jeweiligen Anwendungen besondere Anforderungen an die verwendeten Werkstoffe, etwa an Temperaturbeständigkeit oder die mechanische Belastbarkeit.

Licharz hat es als einer der wenigen Anbieter geschafft, die sehr widerstandsfähigen Gusspolyamide durch spezielle Additive lebensmitteltauglich zu machen. Alle Halbzeuge der Marke LiNNOTAM, die die strengen Normen für den Lebensmitteleinsatz erfüllen, sind mit dem Zusatz FG für "Food Grade" kenntlich gemacht und standardmäßig lieferbar.

Robuster Kunststoff für anspruchsvolle Anwendungen

Ob bei niedrigen Temperaturen in der Fleisch- und Wurstverarbeitung oder bei besonders hohen Temperaturen in der Backwarenherstellung: Gusspolyamide der Marke LiNNOTAM FG sind besonders abriebfest und widerstandsfähig gegen chemische Prozesse. Auswerferscheiben, Gleitstücke, Abstreifer, Walzen, Zahnräder oder andere Teile – für fast jede Anwendung können lebensmitteltaugliche Konstruktionsteile produziert werden.

Kutter für die Nahrungsmittelverarbeitung mit Auswerferscheibe aus LiNNOTAM FG (Bild: Maschinenfabrik Seydelmann KG)
Kutter für die Nahrungsmittelverarbeitung mit Auswerferscheibe aus LiNNOTAM FG (Bild: Maschinenfabrik Seydelmann KG)

Der Werkstoff LiNNOTAMHiPERFORMANCE FG wird beispielsweise für Bauteile in Spezialpumpen eingesetzt, die Flüssigkeiten, wie Breie, Getränke und andere biochemische Substanzen verarbeiten. LiNNOTAM FG hält hier den hohen Verarbeitungstemperaturen stand, ist resistent gegen aggressivere Lebensmittel, z. B. Fette, und beweist im Zusammenspiel mit den Edelstahl-Rotoren seine sehr gute Verschleißfestigkeit.

Hydrolysebeständigkeit für Sicherheit in der Lebensmittelverarbeitung

LiNNOTAM FG von Licharz erfüllt eine der wichtigsten Anforderungen im Food-Bereich: die Hydrolysebeständigkeit. Unter Hydrolyse versteht man die Spaltung einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser. Damit bei der Verarbeitung von Lebensmitteln keine Kunststoffpartikel in die Lebensmittel gelangen, ist es extrem wichtig, dass die verwendeten Werkstoffe hydrolysebeständig sind.

Folgende LiNNOTAM-Produkte eignen sich hervorragend für den Einsatz in der Lebensmittelverarbeitung:

  • LiNNOTAM FG
  • LiNNOTAMHiPERFORMANCE HPI FG
  • LiNNOTAMHiPERFORMANCE 1200 FG
  • LiNNOTAMGLiDE FG
  • LiNNOTAMGLiDE PRO T FG
Darmhaltevorrichtung für die Wurstproduktion aus POM (Bild: Vemag Maschinenbau GmbH)
Darmhaltevorrichtung für die Wurstproduktion aus POM (Bild: Vemag Maschinenbau GmbH)

Food Grade auch für andere Kunststoffe

Licharz bietet neben der LiNNOTAM-Produktlinie auch herkömmliche Kunststoffe mit "Food Grade" an. Darmführungsrohre für die Wurstproduktion können beispielsweise aus POM gefertigt werden. Konstruktionsteile wie Förderkurvengehäuse, in denen rotierende Edelstahlschnecken ineinander greifen, sind besonders anfällig für Abrieb. Hier wird auch das besonders gleitfähige POM GL verarbeitet.

Sie möchten wissen, welcher Werkstoff für Ihre Anwendung der richtige ist? Kontaktieren Sie unsere Anwendungstechniker!

LiNNOTAM MOS

LiNNOTAM MOS – Verbesserte Rezeptur für den Off-Shore-Bereich

Licharz optimiert ständig die Rezepturen seiner LiNNOTAM-Produktfamilie. Die Wahl des richtigen Additivs und das genaue Mischungsverhältnis haben entscheidenden Einfluss auf das Werkstoffverhalten. So kann für jeden Anwendungszweck das ideale Halbzeug hergestellt werden. Ein Ergebnis dieser Entwicklungsarbeit ist das noch bessere LiNNOTAM MOS.

MOS – die Zutat für noch mehr Härte

Die Abkürzung MOS steht für Molybdändisulfid. Das kristalline Sulfid wird normalerweise als Trockenschmiermittel in der Industrie eingesetzt. Licharz setzt es als Additiv für seine Gusspolyamide der Marke LiNNOTAM MOS ein. Aufgrund der besonderen chemischen Struktur erhöht MOS den Kristallinitätsgrad im Kunststoff. LiNNOTAM MOS ist dadurch äußerst abriebfest und gleitet deutlich besser. Eine sehr geringe Wasseraufnahme macht den Werkstoff dimensionenstabil.

Das besondere Additiv von LiNNOTAM MOS: Molybdändisulfid
Das besondere Additiv von LiNNOTAM MOS: Molybdändisulfid

Optimiert für den Einsatz im Offshore-Bereich

LiNNOTAM MOS macht die hohe Abriebbeständigkeit und seine sehr guten Gleiteigenschaften überall dort zum Nutzen, wo keine externe Schmierung erwünscht oder möglich ist. Häufig wird es etwa für Gleitboxen verwendet. Seilumlenkrollen, Gleitelemente und Kabelführungen aus LiNNOTAM MOS werden zudem in Bohrtürmen, z. B. in der Offshore-Ölförderung eingesetzt. Eine verbesserte Rezeptur macht den Werkstoff ideal für diese Anwendung: Die besonders gleichmäßige, feinkristalline Struktur erreicht eine noch höhere Kriechfestigkeit.

Sofort verfügbar – ab Lager

Licharz bietet Rundstäbe und Platten aus LiNNOTAM MOS direkt ab Lager in allen gängigen Durchmessern und Stärken an. Die Halbzeuge sind im klassischen Anthrazit erhältlich. Von 10 bis 100 mm Stärke oder in Durchmessern von 30 bis 250 mm sind sie standardmäßig verfügbar. Andere Abmessungen fertigt Licharz auf Anfrage.

Sie möchten mehr wissen? Kontaktieren Sie unsere Verkäufer!

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